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Instagram in der Münchner Stadtbibliothek: Vermittlung von Menschen und Orten

Ein Gastbeitrag von Katrin Schuster, Münchner Stadtbibliothek. Sie arbeitete 10 Jahre als freie Journalistin im Bereich Kultur und Medien und verantwortet seit 2015 die Digitale Kommunikation. Sie betreut Website, Blog und die Social-Media-Auftritte der Münchner Stadtbibliothek.

An sozialen Netzwerken faszinieren mich nicht nur die interkulturellen Brücken, die zu schlagen sie im Stande sind, sondern auch ihre Diversität als solche. „Social Media“ ist als Bezeichnung nicht verkehrt; doch der Begriff unterschlägt die großen strukturellen (und damit eben auch diskursiven) Unterschiede der verschiedenen kommunikativen Tools. Solche Differenzen stellen ein ums andere Mal die Grundlage der digitalen Kommunikation der Münchner Stadtbibliothek dar.

Mobil mit Herz und in Bild

In Sachen Instagram war die Sache also recht schnell klar: Instagram hat als erstes soziales Netzwerk die Desktop-Version quasi abgeschafft und war folglich nur mobil bedienbar. Diese Struktur habe ich beim Wort genommen und den Kanal selbst mobilisiert, indem ich ihn ‚ausgewildert‘ habe. Seit November 2016 ist er innerhalb der Institution auf der Reise: von einer Mitarbeiterin zur nächsten, von einer Abteilung in die andere, von den eServices zur Kommission Medienpädagogik zu den FaMI-Azubis zur Leitung der Monacensia im Hildebrandhaus.

Ein weiteres wichtiges Merkmal von Instagram ist die weitgehende Freundlichkeit, die dort herrscht. Auch das hat eine strukturelle Ursache: Instagram-Beiträge lassen sich nicht teilen, zumindest nicht ohne zusätzliche Apps; Instagram selbst bietet diese Möglichkeit schlichtweg nicht. Zustimmung muss sich dort also anders äußern – entweder durch ein „Like“ (Instagrams Symbol dafür ist ein Herz) oder einen Kommentar.

Öffentliche Bibliothek, Bibliothekar*innen in der Öffentlichkeit

Ein Social Network ohne Sharing-Funktion? Was zunächst widersinnig klingt, hat zumindest eine positive Folge: Auf Instagram gibt es quasi keine Shitstorms und überhaupt wenig böse Worte. Das war ein weiteres wichtiges Argument für die Take-Over-Strategie: Auf Instagram können Menschen, die mit Social Media noch keinerlei Erfahrung gemacht haben, gut erste, durchaus auch mal unbedachte Schritte im Community-Web machen, ohne dass sie sich gleich vor Trollen, Hatern und politisch kritischen Kommentaren fürchten muss. Als Einstieg in die digitale Öffentlichkeitsarbeit, gleichsam als Schulungstool, ist Instagram meiner Meinung nach besser als jedes andere Netzwerk geeignet. Wer verstehen will, wie digitale Kundenkommunikation heute funktioniert – und ich finde, das müssen Bibliothekarinnen und Bibliothekare –, der muss selbst an dieser neuen dialogischen und partizipativen Öffentlichkeit teilhaben. Man muss mitmachen, um zu begreifen, was da vor sich geht, und genau diese Möglichkeit wollte ich meinen Kolleginnen und Kollegen schnell und unkompliziert bieten.

Von Anfängen und Selbstläufern

Die ersten Take-Overs musste ich, wenig überraschend, selbst organisieren, indem ich einzelne Kolleginnen oder Teams direkt ansprach. Doch das hat sich längst geändert: Der Übernahme-Kalender ist aktuell bis Herbst 2019 ausgebucht. Besonders gefreut hat es mich, als eine Kollegin aus der Abteilung Finanzen und Rechnungswesen fragte, ob sie nicht auch einmal … Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet! Obwohl ich damit wohl hätte rechnen müssen, denn längst hat sich herumgesprochen, dass solch ein Take-Over nicht nur Spaß macht, sondern auch ein gewisses Change Management in Teams initialisieren kann, indem es bislang ungeahnte Stärken und Schwächen offenbart. Einen Monat lang einen Social-Media-Kanal zu bespielen, setzt so manche Hierarchie außer Kraft und zieht andere Strukturen durch Teams, weil plötzlich Ressourcen wie Kreativität und Organisation anders gedacht und eingesetzt werden müssen. Da entdeckt man oft völlig neue Talente, an sich selbst wie an anderen.

Und nachhaltig ist die Aktion auch: Nicht wenige der Teilnehmenden eröffnen später einen eigenen Instagram-Kanal oder engagieren sich für unsere anderen Social-Media-Auftritte. Mindestens gewachsen ist das Verständnis für meine Arbeit, die anfangs von einigen Kolleginnen und Kollegen durchaus kritisch gesehen wurde. Wer einmal bei einem Take-Over mitgemacht hat, begreift zweifellos besser, warum das wichtig ist und dass man das eben nicht nebenbei betreiben kann.

Neue Kulturgüter

In meinem Blog-Profil steht, dass ich als Kind Bibliothekarin oder Journalistin werden wollte, mich zunächst für Letzteres entschied, um schließlich doch in einer Bibliothek zu landen. Mir kommt das tatsächlich konsequent vor. Ich habe zwar nicht Bibliothekswesen studiert, aber im Grunde, so glaube ich, mache ich einen ähnlichen Job wie die Bibliothekarinnen und Bibliothekare in unserem Haus: Ich vermittle Bestand – auch wenn damit in meinem Fall nicht Bücher oder andere Medien gemeint sind, sondern Menschen und Orte. Und das ist der Bestand, der mit der fortschreitenden Digitalisierung kultureller Güter immer wichtiger werden wird – für Bibliotheken, aber auch für andere Kulturinstitutionen.


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Projekt „Sprachschatz“: Die Bündnisse stellen sich vor! – Bündnis Krefeld

Das Pilotprojekt „Sprachschatz – Bibliothek und KiTa Hand in Hand“ ist im Oktober 2017 gestartet. Es handelt sich um ein Kooperationsprojekt der Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken NRW und der Landesweiten Koordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren (LaKI). In den nächsten Monaten werden verschiedene Gastbeiträge veröffentlicht, in denen die Bündnisse sich und Ihre aktuelle Arbeit im Projekt vorstellen werden. Als zweites stellt das Bündnis Krefeld seine Arbeit vor und einen Ausblick auf das nächste Jahr geben. Im Februar wird das nächste Bündnis folgen. Mit dem Abschluss des Projekts in 2020 werden die Konzepte der Bündnisse und die Ergebnisse der Evaluation für den Einsatz in der Fläche aufbereitet und in Form eines Abschlussberichts veröffentlicht.

Sprachschatz Bündnis Krefeld

Das Projekt Sprachschatz begann für mich persönlich im Jahr 2017 mehr oder weniger in dem Moment, als ich die Zusage für meine Stelle in der Mediothek Krefeld erhielt. Denn schon kurz danach schrieb mir meine neue Chefin eine liebe Willkommens-Mail, in der sie unter anderem fragte, ob ich bereit wäre am Projekt teilzunehmen. Nachdem ich mir die Informationen angesehen hatte, war ich gleich begeistert, denn multimedial, multilingual und kreativ mit KiTa-Kindern zu arbeiten klang nach einer spannenden Kombination.

Für mich bedeutete das nun, dass ich ab dem ersten Arbeitstag in Krefeld im Projektteam mitarbeiten durfte. Unser Projektteam ist relativ groß, aus verschiedenen Fachrichtungen die sich sehr gut ergänzen. Zum einen die fabelhaften und gut organisierten Erzieherinnen aus der KiTa Kuhleshütte, die sprachlich begabten Mitarbeiter*innen des kommunalen Integrationszentrums (KI) und das Sprachschatz-Team der Mediothek. Bei uns in der Mediothek sind das Katja Wiefel (Bibliothekspädagogin), Petra Düro-Förster (Leiterin der Kinderbücherei), Simon Hoffmann (stellvertretender Bibliotheksleiter), Conny Klähn, Holger Reiners (Techniker im Team) und meine Wenigkeit, Annika Siever.

Unterstützt werden wir dabei  unteranderem von den Mitarbeitern der Fachstelle für öffentliche Bibliotheken NRW, Medienpädagogen und unserem Kooperations-Coach Frau Ditscheid.

Viele Menschen – ein Team wächst.

Wir mussten uns erstmal alle kennenlernen und die ersten Schritte in Richtung Kooperation gehen. Dass dabei nicht immer alles rund läuft, ist kein Wunder. Alle beteiligten Personen und auch die Institutionen arbeiten verschieden, sodass zuerst ein gemeinsamer Nenner gefunden werden musste.

Das war auch zunächst nicht so leicht, denn das Projekt „Sprachschatz“ bietet sehr viel Freiraum für Ideen und hat nur sehr wenige Einschränkungen. Es gibt so gut wie keine praktischen Detailvorgaben, das heißt, einen Organisationsrahmen und Grundsätze für unsere Arbeit haben wir uns erst einmal selbst geschaffen.

In den ersten Meetings haben wir uns darauf geeinigt, zunächst eine Art „Testphase“ zu starten. Dazu legten wir mehrere, ca. monatlich stattfindende, Termine fest, an denen wir mit einer Gruppe von Kindern arbeiten wollten. Ganz bewusst wählten wir hierfür nicht die Vorschulkinder, da es für diese Altersgruppe bereits viel Programm allgemein und auch schon Aktionen gemeinsam mit der Mediothek gibt. Wir suchten uns also die „mittleren“ Kinder (Altersgruppe der Vier- bis Fünfjährigen) aus.

Der Gedanke war, die KiTa-Kinder an den festgelegten Terminen mit einem Koffer voller Medien, Geräte oder Materialien zu besuchen, um Verschiedenes spielerisch auszuprobieren bzw. zu erlernen. Dabei wollten wir auch sehen, welche Medien überhaupt interessant für die Kinder sind.

Wir haben uns natürlich neben unserem tollen Koffer auch noch was ganz besonderes für die Kinder ausgedacht: unsere Kollegin Frau Düro-Förster hat extra für den Sprachschatz zwei Lieder gedichtet, die wir auf bekannte Melodien am Anfang und Ende jedes Termins gesungen haben, um gewohntes und neues zu verbinden. Daher stammt auch der Name der Kindergruppe der KiTa „Sprachschatzfinder-Medienkinder“, mit der wir zusammenarbeiten.

Sprachschatzfinder-Medienkinder: Sprache und digitale Medien schließen sich nicht gegenseitig aus

Unsere Ziele

Mit dem Projekt wollen wir den Kindern Möglichkeiten geben, sich auf vielfältige, multimediale und multilinguale Weise eigenständig weiterzuentwickeln. Dazu gehört vor allem kreativ sinnvolles Arbeiten sowohl mit digitalen, als auch analogen Medien in einem spielerischen Rahmen. Damit möchten wir einen gesellschaftlichen Beitrag leisten, um Medienkompetenz, soziale Fähigkeiten, kreatives Interesse, Sprachgefühl und -vielfalt bei den Kindern zu stärken. Dazu gehört aber auch, dass wir Eltern über diese Themen informieren und dafür sensibilisieren wollen.

Eine Idee wächst zu einem Schmetterling

Zunächst begannen wir mit interaktiven Büchern (Tiptoi und Carlsen Clever), bei denen die Kinder in Kleingruppen von jeweils einem Erwachsenen betreut, mit Tiptoi-Stift und Smartphone-App zum Buch spielen durften. Dabei hatten die Kinder zwar Spaß, doch der Ablauf war noch relativ chaotisch, da die Gruppenverteilung nicht gut und der Rahmen nicht geeignet war, um eine Wohlfühl-Atmosphäre zu bieten.

Der zweite Termin mit dem Thema „Fotografieren“ wurde daher etwas strukturierter geplant und war für die Kinder ein gelungenes Erlebnis. Jedoch fehlte noch immer ein roter Faden.

Daher beschlossen wir den Ansatz zu verändern, was uns letztendlich zum Erfolg führte. Wir nahmen uns ein Thema vor („Die kleine Raupe Nimmersatt“), das wir längerfristig auf verschiedenen medialen und sprachlichen Ebenen mit den Kindern bearbeiten wollten. Das Modul, das wir erarbeiteten, dehnte sich über zwei unserer monatlichen Termine und mehrere kleinere wöchentlich stattfindende Aktionen aus. Beim ersten Termin wurde das Thema zunächst auf analoger Ebene mit dem Fokus auf Sprachbildung bearbeitet. Hierzu gehörten z.B. Fantasiereisen, gemeinsames Lesen des Bilderbuchs (in verschiedenen Sprachen), kreative Aspekte (Schmetterlinge malen, Raupen kneten etc.), eine Schminkaktion oder die Zubereitung eines eigenen Obstsalats. Beim zweiten Termin konnten die Kinder einen eigenen Stop-Motion-Film über die Raupe Nimmersatt erstellen. Auch weitere digitale Aspekte, wie z.B. digitales Malen auf dem Tablet oder Fotografieren mit dem Smartphone waren Bestandteile weiterer Aktionen. Ziel dabei war es, gleichzeitig Medienkompetenz zu fördern und geeignete Sprachanlässe zu geben.

Am Ende feierten wir mit den Kindern ein grandioses Abschlussfest mit Tanz, mehrsprachigem Gesang, Knabbereien und natürlich dem selbstgemachten Stop-Motion-Film.

Der Abschied fiel sehr schwer, da nun im neuen KiTa Jahr eine neue Gruppe gebildet wird, die ein ähnliches Modul erleben darf. Auch die Kinder waren traurig, dass die Sprachschatzfinder-AG vorbei ist. Ein Mädchen hat sogar geweint und war nur damit zu trösten, dass sie uns ja auch in der Mediothek besuchen kommen kann.

Auf dem Sommerfest der KiTa Kuhleshütte waren wir dann nochmal mit unserem Bookbike zu Besuch und haben einige unserer Sprachschatz-Kinder wiedergetroffen.

Das Gerüst steht, jetzt wird ausgebaut!

Im nächsten Planungsabschnitt wollen wir dann auch noch einmal die Eltern stärker von Anfang an mit einbinden, um über Mediennutzung, Medienerziehung und Sprachbildung zu informieren. Ein Elternnachmittag fand zwar schon statt, doch es gibt diesbezüglich noch deutlich mehr Möglichkeiten die Eltern auch in die Sprachschatzfinder-AG miteinzubeziehen.

Wir starten also mit einer guten Basis und vielen Möglichkeiten das Konzept im Detail zu verbessern in die nächste aktive Phase und freuen uns schon riesig auf die neuen Sprachschatzfinder.

Was wir innerhalb des Projekts noch machen, ist hier auf dem Blog der Fachstelle oder auch auf unserem Blog nachzulesen.

Annika Siever
Mediothek Krefeld

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Ansprechpartner Bündnis Krefeld:

Simon Hoffmann
Mediothek Krefeld
Theaterplatz 2
47798 Krefeld
E-Mail: simon.hoffmann[at]krefeld.de

Weitere Blogbeiträge zum Projekt „Sprachschatz- Bibliothek und Kita Hand in Hand“:

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Projekt „Sprachschatz“: Die Bündnisse stellen sich vor! – Bündnis Ochtrup

Projekt „Sprachschatz“: So geht Kooperation – Ziele und Pflege (Teil 2)

Projekt „Sprachschatz“: So geht Kooperation – Merkmale und Phasen (Teil 1)

Projekt „Sprachschatz“: Medienkompetenz und Sprachförderung – Kinder beim Aufwachsen mit Medien gestalten

Projekt „Sprachschatz“: Trickfilm als Element der alltagsintegrierten Sprachförderung für fast alle Altersklassen

Projekt „Sprachschatz“: Sprachbildung, Mehrsprachigkeit, Medienbildung und Medienkompetenz

„Sprachschatz – Bibliothek und KiTa Hand in Hand“ – 2017-2019 Auftakt zum Pilotprojekt

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„Deine Inspiration“ in der Stadtbibliothek Paderborn

Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt die Entwicklung Öffentlicher Bibliotheken u.a. durch die finanzielle Förderung von innovativen Projekten. Die Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken NRW stellt in lockerer Reihenfolge interessante Praxisbeispiele aus verschiedenen Förderprogrammen in Form von Gastbeiträgen auf ihrem Blog vor. Der vorliegende Beitrag stellt das neue Angebot „Deine Inspiration“ in der Stadtbibliothek Paderborn vor.

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Projekt „Sprachschatz“: Die Bündnisse stellen sich vor! – Bündnis Ochtrup

Das Pilotprojekt „Sprachschatz – Bibliothek und KiTa Hand in Hand“ ist im Oktober 2017 gestartet. Es handelt sich um ein Kooperationsprojekt der Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken NRW und der Landesweiten Koordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren (LaKI). In den nächsten Monaten werden verschiedene Gastbeiträge veröffentlicht, in denen die Bündnisse sich und Ihre aktuelle Arbeit im Projekt vorstellen werden. Als erstes wird das Bündnis Ochtrup seine Arbeit vorstellen und einen Ausblick auf das nächste Jahr geben. Anfang Januar wird das nächste Bündnis folgen. Mit dem Abschluss des Projekts in 2020 werden die Konzepte der Bündnisse und die Ergebnisse der Evaluation für den Einsatz in der Fläche aufbereitet und in Form eines Abschlussberichts veröffentlicht.

Sprachschatz Bündnis Ochtrup

Als Vertreter aus dem Münsterland ist Ochtrup beim Pilotprojekt „Sprachschatz“ dabei. Ochtrup liegt im Kreis Steinfurt im nordwestlichen Münsterland an der Grenze zu Niedersachsen und hat rund 20.000 Einwohner. Zum Bündnis gehören die Bücherei St. Lamberti Ochtrup, der Caritaskindergarten „Der kleine Prinz“ und das Kommunale Integrationszentrum für den Kreis Steinfurt.

Bücherei St. Lamberti Ochtrup:

Die Bücherei St. Lamberti ist eine der „Vertragsbüchereien“ im Bistum Münster. Das heißt, Träger ist die Kirchengemeinde St. Lambertus, aber die Bücherei erfüllt – vertraglich und finanziell mit der Stadt Ochtrup geregelt – die Aufgaben einer Stadtbücherei für Ochtrup. Die Bücherei hat rund 40.000 Medieneinheiten und rund 140.000 Ausleihen im Jahr 2017.

Die Bücherei ist hauptamtlich mit 2,0 Personalstellen ausgestattet, die mit einem Diplom-Bibliothekar als Leitung und zwei Fachangestellten mit je einer halben Stelle besetzt sind. Zum Team gehören zusätzlich rund 44 Ehrenamtliche Mitarbeiter*innen.

Unmittelbar am Projekt Sprachschatz sind von der Bücherei die drei hauptamtlichen Mitarbeiter*innen beteiligt.

Im Jahr 2017 war die Bücherei St. Lamberti Ochtrup an dem Projekt „Digital Storytelling“ beteiligt, das mit einer Landesförderung zusammen mit den Büchereien in Borken, Geldern und Raesfeld durchgeführt wurde. Aufgrund der dort gemachten Erfahrungen war es für das Team schnell klar, dass sich das Projekt Sprachschatz unmittelbar an dieses Projekt anknüpfen lässt, zumal bereits ein Teil der technischen Ausstattung in der Bücherei zur Verfügung stand. Reizvoll ist vor allem die Umsetzung im Kindergartenbereich, die im Projekt von dem Medienpädagogen Johannes Wenzel begleitet wird.

Was wir bereits gemacht haben:

Neben der Nutzung des Tiptoi-Stiftes, der „Talker“ und eines iPads in der KiTa stand als erstes größeres Modul die Umgestaltung der Büchereiführungen für die Vorschulkinder auf dem Programm. Das bisherige Programm wurde um eine digitale Komponente erweitert. Weitere Änderungen sind bereits angedacht, jedoch noch nicht umgesetzt.

Sehr gut angenommen von den Kindern in der KiTa wurden auch die BeeBots der Bücherei.  Gerade stillere Kinder konnten hier ihr Können zeigen und anderen die Logik des Programmierens erklären.

Im September 2018 wurde eine Gesamtteam-Sitzung der KiTa in die Bücherei verlegt.  Ziel war es das gesamte Team der KiTa in dem Prozess einzubinden und mitzunehmen. Nach einer kurzen Einführung in die Grundlagen des Projektes stand vor allem das Ausprobieren aller Möglichkeiten für die Erzieherinnen der KiTa auf dem Programm. Dafür standen an mehreren Stationen BeeBots, Trickfilmstationen, ein Green Screen, Tiptoi-Stifte, Anybookreader, sprechende Riesenklammern und Tablets mit ausgewählten Kinderapps zur Verfügung.

Kommunales Integrationszentrum Kreis Steinfurt:

Das Kommunale Integrationszentrum (KI) Kreis Steinfurt ist Teil eines landesweiten und flächendeckenden Netzwerkes zur Förderung der Integration in den Kommunen. Die kommunalen Integrationszentren werden von einer landesweiten Koordinierungsstelle (LaKI) fachlich beraten und im Informationsaustausch mit anderen Kommunalen Integrationszentren begleitet.

Das Kommunale Integrationszentrum Kreis Steinfurt ist als Sachgebiet Teil der Stabstelle und damit direkt dem Landrat zugeordnet. Das Team des KI ist mit derzeit vierzehn Kolleg*innen multiprofessionell aufgestellt und arbeitet in unterschiedlichen Handlungsfeldern und Projekten, überwiegend im Bildungsbereich. Ein Bereich ist die Frühe Bildung, in dem auch das Projekt „Sprachschatz“ angesiedelt ist.

Am Sprachschatzprojekt beteiligt ist vom KI unmittelbar eine Person, die vernetzt ist mit den anderen KI Mitarbeiter*innen der anderen Sprachschatzbündnisse.

Bei den Bündnissen „Sprachschatz – Bibliothek und Kita Hand in Hand“ steht die Vermittlung von Sprachbildung und Medienkompetenz unter besonderer Berücksichtigung der Mehrsprachigkeit von Familien und Kindern im Mittelpunkt. Das Projekt richtet sich an eine breite Zielgruppe mit besonderem Augenmerk auf Geflüchtete und Kinder mit Migrationshintergrund. Das KI bringt in die lokalen Workshops Impulse aus der Arbeit mit mehrsprachigen Materialien und Projektideen ein.

Caritaskindergarten „Der Kleine Prinz“:

Der Caritaskindergarten „Der Kleine Prinz“ betreut insgesamt 64 Kinder im Alter von 0-6 Jahren, davon zurzeit 9 Kinder mit einem heilpädagogischen Förderbedarf. Die Kinder werden in 4 altersähnlichen Gruppen von insgesamt 12 Erzieherinnen, mehreren Praktikant*innen und einer freigestellten Leiterin betreut, wobei Inklusion ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist. Deshalb gehören auch eine Motopädin und eine Logopädin zu unserem Team.

Das soziale Umfeld des Kindergartens ist geprägt von einem stabilen Wohngebiet mit vielen Einfamilien- und Doppelhäusern. Auch wenn wir wenige Kinder mit einem Migrationshintergrund betreuen, haben wir uns bewusst für die Kooperation mit der Bücherei im Projekt Sprachschatz entschieden. Sprachförderung findet nach unserem Selbstverständnis den ganzen Tag statt, sie mit digitalen Medien zu unterstützen fanden wir reizvoll auch wenn es komplettes Neuland war. Zudem ist das Thema digitale Medien in der KiTa recht umstritten.

Weil die Einrichtung keine einzelne Projektgruppe Sprachschatz bilden wollte, sondern die digitale Arbeit flächendeckend und altersübergreifend in ihre Arbeit einbeziehen möchte, nehmen nun 3 Kolleginnen aus drei verschiedenen Gruppen und die Leiterin an den Treffen teil. In den Teamsitzungen berichten wir laufend über den Fortschritt des Projektes. Damit alle übrigen Mitarbeiter*innen des Kindergartens wissen, wovon wir reden und selbst erleben, was mit digitaler Unterstützung möglich ist, schulten wird im Rahmen einer Teamsitzung auch das gesamte Team.  Dort konnten alle die Materialien ausprobieren. Wir zeigten gute Apps und sorgten so für viel Transparenz im Team.

Von Beginn an wurde geschaut, wie wir die digitalen Medien altersübergreifend in der KiTa einsetzen können. So zeigten sich durchaus auch Einsatzfelder im u3-Bereich, z.B. indem die Talker (Big Points) nicht mehr nur den Speiseplan, sondern auch Tiergeräusche oder eine Jesusgeschichte abspielten. Direkt nach dem Start des Sprachschatzprojektes gab es vom Caritasverband des Bistums Münster einen Wettbewerb zum Thema: „Die digitale Agenda der Caritas- wie digitales das Arbeitsfeld verändert“.

Der Kindergarten hatte die Idee, das Projekt im Kindergarten und die dahinterstehende Idee zu beschreiben und deutlich zu machen, dass schon im Kindergartenalter die digitalen Medien zum Alltag gehören. Die Aufgabe von Pädagogen*innen ist es, die Lebenswelt der Kinder aufzugreifen und diese Medien in der Arbeit ganz selbstverständlich zu integrieren. Zudem bieten viele digitale Dinge gerade Kindern mit Behinderung in unserer KiTa eine größere Chance an Teilnahme an der Gesellschaft. Unsere Bewerbung wurde sehr gelobt und mit dem 2. Platz belohnt, der mit 6000 Euro Preisgeld dotiert war.

Im Rahmen des Projektes nutzen wir die Gelegenheit viele digitale Medien, die im Besitz der Bücherei sind, zu testen, bevor selbst „eingekauft“ wurde: Tablets für jede Gruppe, ein digitales Mikrophon, ein digitales Mikroskop, Tiptoi Materialien und eine gute Kamera sind die ersten Dinge die wir für den Kindergarten von dem Preisgeld kaufen können. Der KiTa ist es zudem wichtig, dass zeitgleich mit der Anschaffung der Medien ein medienpädagogisches Konzept entwickelt wird, damit klar ist, was und warum wir mit welchem Ziel machen.

Um das Projekt tiefer in unsere alltägliche Arbeit einzubinden, veranstalteten wir im Frühjahr zusammen mit den Bündnispartnern einen Elternabend. Es wurde vor allem deutlich gemacht, wie sinnvoll digitale Medien von Kindern genutzt werden können und nicht immer nur die Bedrohung durch die digitalen Medien zum Thema hatte. Als zertifiziertes Familienzentrum liegt uns die Familienbildung sehr am Herzen. Deshalb ist auch eine digitale Mitmachaktion für Eltern und Kinder im nächsten Monat geplant. Dabei sollen gemeinsam die kreativen Möglichkeiten der digitalen Welt erlebt werden.

Eines steht zur Halbzeit des Projektes fest: Es gibt nur wenige KiTas, die sich mit digitalen Medien beschäftigen. Die Tatsache, dass „Der kleine Prinz“ es tut, bereichert ungemein und bringt uns eine große Öffentliche Wirkung und ein enormes Interesse weit über das Sprachschatzprojekt hinaus.

Das 2. Jahr Sprachschatz

In der nächsten Zeit beschäftigen wir uns als Bündnis mit dem Thema Audioaufnahmen, bspw. mit dem Kreativ-Tonie und dazu einen Eltern-Kind-Nachmittag. Besonders am Beispiel der Audioaufnahmen zum Kreativ-Tonie wird uns jetzt schon deutlich wie sinnvoll die Erarbeitung im Team ist. Hinweise zur Lösung von Problemen, bspw. durch die Nutzung einer Schnitt- bzw. Bearbeitungssoftware, und die Weiterentwicklung des Konzepts sind für das Erreichen unseres gemeinsamen Ziels wichtig.

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Ansprechpartner Bündnis Ochtrup:

Olaf Lewejohann
Bücherei St. Lamberti
Marktstraße 8
48607 Ochtrup
E-Mail: lewejohann[at]bistum-muenster.de

Weitere Blogbeiträge zum Projekt „Sprachschatz- Bibliothek und Kita Hand in Hand“:

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Projekt „Sprachschatz“: So geht Kooperation – Ziele und Pflege (Teil 2)

Projekt „Sprachschatz“: So geht Kooperation – Merkmale und Phasen (Teil 1)

Projekt „Sprachschatz“: Medienkompetenz und Sprachförderung – Kinder beim Aufwachsen mit Medien gestalten

Projekt „Sprachschatz“: Trickfilm als Element der alltagsintegrierten Sprachförderung für fast alle Altersklassen

Projekt „Sprachschatz“: Sprachbildung, Mehrsprachigkeit, Medienbildung und Medienkompetenz

„Sprachschatz – Bibliothek und KiTa Hand in Hand“ – 2017-2019 Auftakt zum Pilotprojekt

Herzlich Willkommen bei der Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken NRW

Auf unserem Blog möchten wir Sie über unsere Aktivitäten für die Öffentlichen Bibliotheken in NRW informieren. Neben Berichten aus den Arbeitsschwerpunkten Bibliothek als realer und digitaler Ort, Lebenslanges Lernen in der digitalen Gesellschaft und Bibliotheksmanagement, veröffentlichen wir Praxisberichte aus den Bibliotheken in NRW. Außerdem stellen wir für Sie täglich Neuigkeiten aus dem Bibliothekswesen zusammen. Sie finden uns auch auf Facebook, Flickr und der Homepage der Bezirksregierung Düsseldorf.

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Wipperfürth: Nach Konzepterstellung wird der Umzug diskutiert

Das Konzept der Stadtbücherei wurde am Mittwochabend im Ausschuss der Stadt diskutiert. „Die zentralen Punkte: Die Vermittlung von Medien- und Informationskompetenz soll vor dem Hintergrund des digitalen Wandels in den Vordergrund rücken. Die Bücherei soll nicht nur ein Ort sein, wo man Bücher und andere Medien ausleihen kann, sondern ein Raum mit Wohlfühl-Atmosphäre, mit Lesecafé, Treffpunkt und Veranstaltungszentrum.“ Der Jahresetat soll für einen aktuellen und attraktiven Medienbestand auf 15.000 Euro erhöht werden.

Die Frage vor einem Umzug liegt noch bei der Finanzierung. Derzeit ist die Bücherei in einem Haus der Stadt mit einer Miete von 45.000 Euro im Jahr. Das gut gelegene, doppelt so große (400m² Fläche), barrierefreie und ab Frühjahr leerstehende Küchenstudio in der Innenstadt hätte eine Miete von 57.000 Euro im Jahr.

Die Kooperation mit der Nachbarstadt Hückeswagen über eine Zusammenarbeit beider Bibliotheken geht am 29. Januar in die nächste Runde, wenn der Schulausschuss der Stadt Hückeswagen tagt. Am 10. April wird die zweite Entscheidung vom Ausschuss für Sport, Freizeit und Kultur gefällt.

Quelle:  Webseite der Bergischen Landeszeitung – „Lüdenscheider Straße Stadtbücherei Wipperfürth soll ins Küchenstudio “ (zuletzt aufgerufen am 18.01.2019), online verfügbar unter: https://www.rundschau-online.de/region/oberberg/wipperfuerth/luedenscheider-strasse-stadtbuecherei-wipperfuerth-soll-ins-kuechenstudio-31895540

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Studie „Kinder. Bilder. Rechte. – Persönlichkeitsrechte von Kindern im Kontext der digitalen Mediennutzung in der Familie“ 2019

Die Universität zu Köln hat in Kooperation mit dem Deutschen Kinderhilfswerk eine Studie zu den Persönlichkeitsrechten von Kindern im Kontext der familiären Mediennutzung veröffentlicht. Auf Basis von 37 Interviews wurde ermittelt, wie in den Familien Medienerziehung gehandhabt wird.

Die Studie belegt, dass digitale Medien ein fester Bestandteil des familiären Alltags sind. Die Rechte der Kinder spielen im Kontext der Medienerziehung jedoch kaum eine Rolle.

Auch wenn die Eltern angeben, die Daten ihrer Kinder schützen zu wollen, verfügen sie zumeist nicht über ausreichende Kompetenzen hierfür. Die konkrete Umsetzung medienerzieherischer Herausforderungen stellt für die meisten Eltern ebenso ein Problem dar. Um dem Zwiespalt zwischen Freiräumen und Schutz bei der Mediennutzung zu begegnen, wird oft zu Methoden wie Chat- und Browserverlaufskontrolle gegriffen, was die Privatsphäre der Kinder verletzt. Ebenso werden die Kinder in der Regel nicht um ihr Einverständnis gebeten, bevor Bilder auf sozialen Netzwerken gepostet werden.

Prof. Dr. Nadia Kutscher, Professorin für Erziehungshilfe und Soziale Arbeit an der Universität zu Köln, appelliert an pädagogische Einrichtungen, eine unterstützende Rolle bei der Medienerziehung einzunehmen. Zudem werde durch die Studie deutlich, dass Kinder viel stärker in Entscheidungen über personenbezogene Daten einbezogen werden müssen.

Quelle: dbv-Newsletter Nr. 135 2018 (06. Dezember): „Studie des Deutschen Kinderhilfswerks zu Medienkompetenz“. Online verfügbar unter https://www.bibliotheksverband.de/datensaetze/newsletter-national/2013-ab-maerz/dbv-newsletter-nr-135-2018-06-dezember.html

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BIPARCOURS: Begleitmaterial in vier Sprachen veröffentlicht

Zur besseren Kommunikation zwischen Eltern und Bibliothekaren / Lehrkräften hat Bildungspartner NRW zwei Begleitmaterialien für BIPARCOURS in 4 Sprachen übersetzt. Die „Informationen für Eltern“ und „Empfehlung: Einverständniserklärung zur Nutzung von BIPARCOURS“ stehen jetzt auf Arabisch, Englisch, Russisch und Türkisch zum Download bereit.

Quelle: Newsletter des vbnw Nr. 12/2018 (zuletzt aufgerufen am 05.12.2018), online verfügbar unter: http://archive.newsletter2go.com/?n2g=btcboz47-h6y32kzq-lhr

 

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Webseite zum Thema Selbstdatenschutz

Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz bietet auf einer Webseite Hinweise, Empfehlungen und Hilfestellungen zum Thema Selbstdatenschutz an. Auf der Seite befinden sich Angaben zu den Themenfeldern „Datenspuren vermeiden“, „E-Mail Inhalte schützen“, „Cloudspeicher sicher nutzen“, „Smartphones & Tablets“ und „Adresshandel“. Die Seite bietet außerdem „Empfehlungen zur Nutzung von Online-Diensten“ sowie Selbsttests, in denen das eigene Wissen abgeprüft werden kann.

Alle Informationen finden Sie unter: https://www.datenschutz.rlp.de/de/themenfelder-themen/selbstdatenschutz/

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EDV-Seminar 2019: Einladung nach Halle (Saale)

Die Fachkonferenz der Bibliotheksfachstellen in Deutschland lädt zum jährlichen EDV-Seminar für Fachstellenbibliothekare/innen ein. Vom 08.-10. Mai wird in diesem Rahmen unteranderem eine Fortbildungsveranstaltung im LISA – Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung „Das Salz der (Bibliotheks-)Zukunft – Rezepte für Bibliotheksarbeit“ angeboten.

Das weitere Programm beinhaltet Inputs zu Themen wie bspw. IT Rechtsprobleme in Bibliotheken, Modulare TechnoThek – Digitale und technische Kompetenz integrieren.

Die Anmeldefrist läuft bis zum 15.04.2019 über das Fachstelle Wiki.

 

 

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Publizistenpreis der deutschen Bibliotheken 2019

Der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv), der Verein Deutscher Bibliothekarinnen und Bibliothekare e.V. (VDB) und der Berufsverband Information Bibliothek e.V. (BIB) schreiben gemeinsam den Publizistenpreis der deutschen Bibliotheken (Helmut-Sontag-Preis) aus. Der Preis wird seit 1987 jährlich verliehen. Mit ihm werden Journalist/innen oder Redaktionsteams aller Medien ausgezeichnet, die ein zeitgemäßes Bild von Bibliotheken, ihrem Umfeld und den sie beeinflussenden Entwicklungen vermitteln. Vorschläge können bis zum 15. Februar 2019 an den DBV gesandt werden.

Quelle: dbv „Ausschreibung – Publizistenpreis  der deutschen Bibliotheken 2019“ (11.01.2019), online verfügbar unter: https://www.bibliotheksverband.de/dbv/auszeichnungen/publizistenpreis/ausschreibung.html

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Handbuch Schulbibliothek neu aufgelegt

Das Handbuch Schulbibliothek wurde 2012 zum ersten Mal veröffentlicht. Das Standardwerk zum Aufbau und Betrieb von Schulbibliotheken wurde nun umfassend überarbeitet und neu aufgelegt.

Die Aktualisierung war notwendig, weil sich in den letzten Jahren auch in Schulbibliotheken viel verändert hat. Die Themen Datenbanken, digitale Medien und E-Learning spielen eine zunehmend größere Rolle und auch Unterrichtskonzepte und Lernformen haben sich verändert.

Neu sind viele praktische Tipps und Beispiele, sowie das Kapitel „Digitale und multimediale Technik in der Schulbibliothek.

Weitere Informationen zum Handbuch finden Sie hier.

Quelle: Newsletter der Fachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen Tübingen Nr. 7/2018: „Neuauflage Handbuch Schulbibliothek“ (23.10.18), online verfügbar unter: https://rp.baden-wuerttemberg.de/rpt/Abt2/Ref23/Bibliothek/Fachinfo/Documents/2018_Newsletter_7.pdf

 

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Ausschreibung Förderprogramm Dritte Orte – erste Förderphase

Für das Förderprogramm „Dritte Orte – Häuser für Kultur und Begegnung im ländlichen Raum“ wurde jetzt die erste Förderphase mit 750.000 Euro ausgeschrieben.

Gefördert wird die Entwicklung von Konzepten für die (Weiter-)Entwicklung einer Kultureinrichtung zu einem Dritten Ort. Der Projektzeitraum ist von Oktober 2019 bis September 2020.

Alle Informationen zur Bewerbung, den Voraussetzungen und zum Förderprogramm stehen unter www.dritteorte.nrw zur Verfügung. Dort kann auch das entsprechende Antragsformular heruntergeladen werden.

Die Bewerbungsphase endet am 30. April 2019. Die zweite Förderphase, (Umsetzung von Konzepten), wird zu einem späteren Zeitpunkt gesondert ausgeschrieben.

Interessierte erhalten weitere Informationen beim Auftaktkongress am 27. Februar 2019 in der Rohrmeisterei in Schwerte. Dort wird das Förderprogramm ausführlich vorgestellt.

Quelle: Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW: „Ausschreibung: Neues Förderprogramm stärkt kulturelle Infrastruktur im ländlichen Raum“ (15.01.2019)https://www.mkw.nrw/presse/pressemeldungen/details/ausschreibung-neues-foerderprogramm-staerkt-kulturelle-infrastruktur-im-laendlichen-raum/

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Kinder-Medien-Studie 2018 veröffentlicht

Zum zweiten Mal wurde die Kinder-Medien-Studie von den Verlagen Blue Ocean Entertainment AG, Egmont Ehapa Media GmbH, Gruner + Jahr, Panini Verlags GmbH, SPIEGEL-Verlag und ZEIT Verlag in Auftrag gegeben. Die repräsentative Studie untersucht den Medienkonsum und das Freizeitverhalten  von Kindern zwischen 4 und 13 Jahren.

Demnach bevorzugen Kinder beim Lesen stark Printmedien. In allen Altersgruppen spielen E-Books eine untergeordnete Rolle.

Kinder nutzen nach wie vor gern die klassischen Medien und sehen fern, hören Radio und Hörspiele auf CD. Mit zunehmendem Alter steigt aber die Nutzung von Streaming Diensten, Video-Portalen etc.

Kinder kommunizieren auf viele verschiedene Arten. Sie telefonieren, schreiben Nachrichten oder senden Sprachnachrichten, schreiben aber auch Briefe und Postkarten.

In ihrer Freizeitbeschäftigung finden sie eine gute Bilanz zwischen analogen und digitalen Aktivitäten.

Die Ergebnisse der Studie sind in der Präsentation zur Pressekonferenz aufbereitet und als Download verfügbar.

Quelle: Website zur Studie: „Kinder-Medien-Studie 2018 – Kinder in Deutschland: Smart! Mit und ohne Phone“ (zuletzt aufgerufen am 02.01.2019), online verfügbar unter: https://www.kinder-medien-studie.de/?page_id=246