Innovationspreis 2017: Call for Papers

Die Kommission für Ausbildung und Berufsbilder des Berufsverbands Information Bibliothek (BIB) hat einen Call for Papers für den Innovationspreis 2017 gestartet. Gesucht werden Bachelor-, Master- und Diplomarbeiten oder (Studien)Projekte aus dem Bereich Bibliothek, Information und Dokumentation.

Aus allen eingereichten Arbeiten werden drei Gewinner ausgewählt, die ihre Arbeit auf dem 106. Bibliothekartag 2017 in Frankfurt/Main persönlich präsentieren können. Der Preis ist mit 500 € und einer einjährigen kostenlosen Mitgliedschaft im BIB dotiert. Der Preis wird in Kooperation mit der Zeitschrift B.I.T. online vergeben. Die Gewinner haben die Chance auf eine Veröffentlichung in der Buchreihe „B.I.T. online innovativ“.

Einsendeschluss: 01.12.2016

Weitere Informationen unter: http://www.bib-info.de/verband/publikationen/aktuell.html?tx_ttnews[tt_news]=3691&cHash=697090bbca

Lern-App Actionbound im bibliothekarischen Einsatz

Auf dem Blog des Actionbound-Entwicklerteams finden sich Erfahrungsberichte zur Nutzung der App Actionbound im bibliothekarischen Alltag. Unter dem Titel „Die Bibliothek spielerisch entdecken mit der Lern-App Actionbound“ werden verschiedene Anwendungsszenarien aus der Praxis vorgestellt und beschrieben. Bisher wurden 5 von 8 Beiträgen veröffentlicht. Ein Erscheinungstermin für die fehlenden Beiträge ist nicht bekannt. Zum Inhalt:

Die App Actionbound ist in NRW auch unter dem Namen Biparcours bekannt. Die Anwendung ist dank der Lizenz von Bildungspartner NRW für die Zusammenarbeit von Schule mit außerschulischen Bildungspartnern in NRW kostenfrei nutzbar.

Via:  „Die Bibliothek spielerisch entdecken mit der Lern-App Actionbound“ von Simon Zwick, Cynthia Lengler, Ilka Hamer, Annette Güzelmeriç, Eugenie Schatz, Dörthe Wiethoff, Florian Küpper, Christoph Deeg ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz. Online unter: https://de.actionbound.com/blog/56b1f55be4c4c9233a79d6ca

Bibliotheks-Knigge für Pokémon Go? – Informationskompetenz für Spieler

In den verschiedenen Bibliotheks-Netzwerken läuft zurzeit eine heiße Diskussion über den Sinn und Unsinn von Pokémon Go in Bibliotheken. Wir haben auch schon einen allgemeinen Beitrag zu Pokémon Go und Bibliotheken einen Blogbeitrag verfasst. Täglich gehen neue Beiträge und Perspektiven ein. Selten sind Diskussionen in diesen Foren so leidenschaftlich und unter so viel Beteiligung gelaufen.

Und auch sonst in den Medien, Familien, Freundeskreisen und Kollegien ist das Spiel zurzeit überall präsent. Wie auch immer Bibliotheken sich zu diesem Hype stellen: sie werden sicher niemanden vom Spielen abhalten. Warum die Welle also nicht nutzen, um Angebote zur Stärkung der Informationskompetenz ihrer Nutzer zu machen? Damit das Miteinander von Spielenden und Ruhe Suchenden in der Bibliothek reibungslos funktioniert, könnte außerdem eine Art Knigge hilfreich sein. Googelt man mit dem Suchbegriff „Pokémon Go Knigge“, erhält man tatsächlich diverse Treffer aus der Online-Presse. Die meisten weisen allerdings nur darauf hin, dass nicht alle Orte für die Pokémon-Suche angemessen scheinen, z. B. Friedhöfe oder Gedenkstätten (Bibliotheken werden hier übrigens nicht genannt) und nennen Gefahren im Straßenverkehr. Auch der Tipp, dass Betrügen (z. B. mit Fake-GPS) nicht nur uncool ist, sondern auch zum Verlust des Accounts führen kann, finde ich hilfreich. Es gibt allerdings sicher auch noch Bibliotheks-spezifischere Regeln, die man formulieren und (freundlich) präsentieren könnte. Ein paar erste Ideen dazu haben wir hier gesammelt. Weitere können gerne über die Kommentarfunktion des Blogs zusammengetragen werden. Weiterlesen

Den roten Faden finden – wir entwickeln eine Bibliotheksstrategie

Haben Sie schon einen Blick in unser Fortbildungsprogramm für das 2. Halbjahr geworfen, welches wir in Kooperation mit dem ZBIW anbieten?  Dort werden Sie auf Frau Bluhm als Dozentin der Fortbildung „Den roten Faden finden – Wir entwickeln eine Bibliotheksstrategie“ stoßen. Wer mehr über die Fortbildung erfahren möchte, dem sei das nachfolgende Interview ans Herz gelegt.

Sonja Bluhm, Trainerin der Fortbildung

Sonja Bluhm, Trainerin in der Fortbildung

Fachstelle: Hallo Frau Bluhm, was machen Sie beruflich?

Sonja Bluhm: Als Diplom-Bibliothekarin, Gruppenpädagogin und Business Coach arbeite ich freiberuflich in der Erwachsenenbildung. Meine Hauptzielgruppe sind Bibliotheken und Fachstellen, aber auch Einzelpersonen und Non-Profit-Organisationen.

Meine Arbeit umfasst drei Themenfelder:

  1. Coaching & Beratung, z.B. von Bibliotheksteams
  2. Bibliothek & Literatur, z.B. Fortbildungen zum Bestandsmanagement oder Literaturgesprächskreisen
  3. Kommunikation & Didaktik, z.B. Train-the-Trainer-Kurse-für Fachstellenmitarbeiter.

Fachstelle: Frau Bluhm, Sie sind im Rahmen der Fortbildung „Den roten Faden finden – wir entwickeln eine Bibliotheksstrategie“ als Trainerin tätig. Worum geht es da?

Sonja Bluhm: Bei diesem Projekt geht es darum, dass Bibliotheken Handwerkszeug erhalten, mit dem sie ein individuelles Konzept für die eigene Bibliothek entwickeln können. Grundlage hierfür sind einerseits die Gegebenheiten vor Ort, die Mithilfe von Umfeldanalyse und Bibliotheksstatistik ermittelt werden. Und andererseits Visionen und Vorstellungen zur Bibliothek von morgen, die in messbare Ziele übersetzt werden.

Fachstelle: Was möchten Sie gemeinsam mit den Bibliotheken erreichen?

Sonja Bluhm: Die zahlreichen Veränderungen in Gesellschaft, Medienlandschaft und Bibliothekswelt erfordern von Bibliotheken Mut, Weitblick, Kreativität, Geduld und Ausdauer. Und dafür braucht es eine Strategie. Mein Ziel ist es, dass die teilnehmenden Bibliotheken sich ihrer Stärken bewusst werden und die Herausforderungen der nächsten Jahre mutig und selbstbewusst angehen können. Mir ist wichtig, dass sie zukunftsfähig bleiben bzw. werden und in ihrer Kommune fest verankert sind.

Fachstelle: Welche Bibliotheken sollten sich für diese Fortbildung bewerben?

Sonja Bluhm: Zielgruppe dieses Projekts sind die kleinen, hauptamtlich geleiteten Bibliotheken in Nordrhein-Westfalen. Für jede dieser Bibliotheken macht es Sinn, Überlegungen zur Ausrichtung ihrer Einrichtung anzustellen. Wer sind jetzt und in den nächsten Jahren unsere Hauptzielgruppen? Mit welchen Angeboten können wir sie erreichen? Welche Einrichtungen vor Ort können wir als Kooperationspartner gewinnen? Wie stecken wir uns realistische Ziele? Welche Handlungsfelder möchten wir bespielen, welche nicht? Diese und weitere Fragen sind für jede Bibliothek interessant, die Planungssicherheit erreichen und ihre Zukunft aktiv mitgestalten will.

Fachstelle: Was verbindet Sie persönlich mit Bibliotheken?

Sonja Bluhm: Ehrlich gesagt kann ich mir eine Welt ohne Bibliothek überhaupt nicht vorstellen. Schon als Kind habe ich Unmengen von Medien aus der Gemeindebibliothek nach Hause geschleppt. Im Studium war die Bibliothek ein Lernort aber auch Rückzugsort für mich. Heute stürmen meine Kinder begeistert die Bibliothek und wir kommen nie unter zwei großen Taschen nach Hause.

Mir ist wichtig, dass die wichtigen Funktionen von Bibliotheken (Leselust wecken, Lesen fördern, lebenslanges Lernen begleiten, Ort für Freizeit, Bildung und Kultur, Medienvermittlung usw.) fest in unserer Gesellschaft verankert sind.

Die Bevölkerung muss durch attraktive Angebote noch mehr zur Bibliotheksnutzung verführt werden, die Träger und Verantwortlichen müssen den unbezahlbaren Wert erkennen und die notwendigen Ressourcen bereitstellen. Die Bibliotheksteams müssen sich weiterentwickeln und bereit für Veränderungen sein. Daran arbeite ich und diese Arbeit mit den Bibliotheken macht mir viel Freude.

Schön ist es, wenn diese Arbeit Früchte trägt, wie z.B. bei einem ähnlichen Projekt in Rheinland-Pfalz im letzten Jahr für ehrenamtlich geführte Bibliotheken. Ein Drittel der teilnehmenden Bibliotheken erreichte bereits während der Projektphase räumliche Verbesserungen für ihre Bibliothek. Andere konnten Ziele, die schon lange geplant waren, aber nie verwirklicht wurden, umsetzen. Wieder andere schafften es erstmals mit einem großen Artikel in die örtliche Presse und konnten die Bevölkerung wachrütteln.

Und trotz der vielen zusätzlichen Arbeit, die die Konzepterstellung mit sich brachte, waren alle der Meinung, dass sie einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft gehen konnten.

Fachstelle: Vielen Dank für das nette Gespräch! Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit.

 

Wenn Sie jetzt neugierig auf die Fortbildung geworden sind freuen wir uns auf Ihre Anmeldung über das ZBIW bis zum 30.09.2016. Und wenn Sie noch Fragen haben – sprechen Sie uns einfach an!

Infografiken mit MS PowerPoint erstellen

Katja Evertz hat auf MonitoringMatcher.de Erfahrungen bei dem Erstellen von Infografiken mithilfe von Microsoft PowerPoint beschrieben. Der Beitrag enthält praxisnahe Tipps für das Einrichten eines eigenen Folien-Masters. Das Erstellen von Grafiken im eigenen Design wird so auf Dauer deutlich schneller ermöglicht. Derartig erstellte Infografiken könnten eine Bereicherung für den nächsten Jahresbericht darstellen. Alle Hinweise finden Sie unter: http://www.monitoringmatcher.de/2016/07/infografiken-mit-powerpoint-selbstgemacht/