Wir über uns

„Das Land unterhält eine zentrale Fachstelle für öffentliche Bibliotheken, welche die Aufgabe hat, Konzepte und Programme zur Sicherung und zum Ausbau öffentlicher Bibliotheken zu entwickeln und zu vermitteln sowie insbesondere kleinere Bibliotheken in allen bibliotheksfachlichen Fragen zu informieren, zu beraten und zu unterstützen.“ [1]

Mit dieser Zielsetzung hat der Landtag NRW die Zentralisierung der Fachstellenarbeit zum 1. April 2015 in die Wege geleitet.

Erfolgreiche Fachstellenarbeit muss sich an dem Bild einer modernen, zukunftsfähigen Bibliothek orientieren. Deshalb haben wir als Grundlage und Leitidee für unsere Arbeit die nachfolgende Vision von einer Öffentlichen Bibliothek formuliert:

Die Öffentlichen Bibliotheken in NRW sind lebendige, integrative, nicht-kommerzielle und attraktive Orte, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Kommune fördern. Sie treten für die Überwindung der digitalen Spaltung ein. Dazu bieten sie Zugang zu physischen und virtuellen Informationen, stellen die notwendige technische Infrastruktur bereit und fördern die Informations- und Medienkompetenz.

Sie bieten einen realen und digitalen Raum um sich zu treffen  und werden so zu einem Ort der Ideen. Sie sind Akteure der kulturellen Entwicklung, fördern die kulturelle Identität in der Kommune und ermöglichen kulturelle Erfahrungen.

Es gehört zu ihren Aufgaben, die Schlüsselqualifikation „Lesen“ in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen zu fördern und Freude am Lesen zu vermitteln. Als Bildungseinrichtung fördern sie das lebenslange, selbstbestimmte Lernen.

Die Öffentlichen Bibliotheken beteiligen sich aktiv an lokalen, regionalen und nationalen Netzwerken, weil sich nur so die hohe Qualität ihrer Angebote und Services sicherstellen lässt. Sie haben den gleichen Qualitätsanspruch an ihre analogen und digitalen Angebote und Dienstleistungen und entwickeln diese gleichermaßen weiter.

Ausgehend von dieser Vision und unter Einbezug der im Kulturförderplan NRW 2016 – 2018 Handlungsfeld V „Förderung der Bibliotheken“[2]  festgeschriebenen Förderschwerpunkte hat die Fachstelle vier Arbeitsschwerpunkte für die kommenden fünf Jahre definiert:

Wir haben uns verpflichtet, unsere Aufgaben unter Beachtung folgender Grundsätze zu erfüllen:

 Die Fachstelle ist Teil von bibliothekarischen und interdisziplinären Netzwerken.  Auf diese Weise sichert sie größtmögliche Qualität bei Beratung, Information und Unterstützung der Bibliotheken und ihrer Träger in allen bibliotheksfachlichen Fragen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fachstelle stehen aktuellen Entwicklungen offen gegenüber, informieren sich über neue Entwicklungen im Bibliothekswesen und über den Bereich des Bibliothekswesens hinaus und bilden sich kontinuierlich weiter. Sie streben an, diese Entwicklungen in Kooperation mit Bibliothekspersonal und Kommunaler Verwaltung auf das Bibliothekswesen zu übertragen. Dabei arbeiten alle Parteien vertrauensvoll zusammen. Bei der Umsetzung ihrer Aufgaben bedenken sie die eigene Vorbildfunktion.

Die Fachstelle ist sich darüber klar, dass eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung des Bibliothekswesens in NRW nicht ohne den Einbezug der Bibliotheksträger möglich ist. In diesem Punkt arbeitet sie eng mit dem zuständigen Ministerium sowie dem vbnw zusammen.

Die Fachstelle verpflichtet sich, ihre Arbeit kontinuierlich zu evaluieren und aufgrund der Evaluationsergebnisse zu optimieren.

Sie berichtet aktuell über ihre Arbeit, insbesondere in Sozialen Netzwerken und auf Konferenzen. Sie vernetzt die Bibliotheken untereinander um den Erfahrungsaustausch zu befördern.

Um unsere Aufgaben umfassend nachkommen zu können, sind im Fachstellenteam neben bibliothekarischen auch medienpädagogische sowie IT-Kompetenzen vertreten.

Weitere Informationen:
[1] Kulturfördergesetz NRW, §10
[2] Kulturförderplan NRW 2016 – 2018