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Warum Statistik und warum DBS?

Häufig werden wir gefragt „Wozu benötige ich eine Statistik?“ oder  „Warum soll ich in die Deutsche Bibliotheksstatistik (DBS) eintragen?“. Gerade bei der Erarbeitung eines Bibliothekskonzeptes können vergleichende Statistiken, wie die DBS, von Vorteil sein. Die Einordnung innerhalb der deutschen Bibliothekslandschaft kann als Grundlage zur Argumentation mit dem eigenen Träger dienen. Neben dem direkten Nutzen für die Bibliothek vor Ort, bieten die Daten die notwendige Basis für die Lobbyarbeit auf Landes- und Bundesebene. Die Daten sind so z.B. auch Grundlage für die Verhandlungen der Bibliothekstantiemen.

Die statistische Erhebung befindet sich dabei ebenso im Wandel, wie die Bibliotheken, die durch sie repräsentiert werden.  Der Fragekatalog und die erhobenen Werte sind ständig Veränderungs- und Diskussionsprozessen ausgeliefert.

Ulla Wimmer (DBV, Kompetenznetzwerk Bibliotheken) stellte z.B. auf dem diesjährigen Bibliothekartag  die neuen Entwicklungen zum Indikatorenraster und dem neu geplanten Bibliotheksmonitor vor. In diesem werden erstmals Indikatoren für den Bereich der virtuellen Medien mit eingebunden und realistisch dargestellt.

Vor kurzem hat das HBZ den neuen DBS-Fragebogen für das Berichtsjahr 2017 veröffentlicht. Dieser weist diverse Definitionsänderungen und ein neues Feld auf. Diese lauten:

  • Feld 34.2: Bibliotheken im Verbund

Die Gesamt-Anzahl der Bibliotheken, die am E-Medien-Verbund beteiligt und am Stichtag 31.12. auf der Login-Seite der Onleihe genannt sind. Es geben nur die Bibliotheken hier einen Wert ein, die selbst Mitglied eines E-Medienverbundes sind.

  • Feld 50: … davon: Ausgaben für Erwerbung (inkl. Einband, Lizenzen, Portalkosten)

Ausgaben für Erwerbung von Medieneinheiten einschließlich der Aufwendungen für die laufenden Zeitungs- und Zeitschriftenabonnements (print und virtuell), Einband und den Erwerb von Lizenzen, inklusive Datenbanken und Portalkosten.

  • Feld 50.1: … darunter: Ausgaben für virtuelle Medien (Lizenzen und Portalkosten)

Die Ausgaben für virtuelle Medien (Lizenzen vgl. DBS-Frage 34), Datenbanken (vgl. DBS-Frage 38) sowie Portal-Kosten sind eine Teilsumme des Wertes in DBS-Frage 50.

  • NEU: Feld 54.1: Höhe des Gesamthaushalts des Hauptträgers

Hier ist die Summe des Gesamthaushaltes aller (Haupt-)Träger anzugeben.

  • Feld 55: Ausgaben des Trägers für die Bibliothek

Hier sind die vom Unterhaltsträger bereitgestellten finanziellen Eigenmittel (ohne eigene Einnahmen) anzugeben, sowohl für die laufenden Ausgaben als auch für die Investitionen der Bibliothek. Bei mehreren Unterhaltsträgern werden die Mittel addiert.

Es gibt noch einige Felder, die wegen unterschiedlichen Erfassungsmethoden oder durch schwer nachzuvollziehende Definitionen, ein Problem darstellen. An diesen Feldern wird weiterhin gearbeitet, sodass die Erfassung vereinfacht wird. Aufgrund der unterschiedlichen Voraussetzungen und Anforderungen der Bibliotheken können Felddefinitionen jedoch niemals allen Ansprüchen und Einzelfällen gerecht werden. Durch das jährliche Webinar zur DBS der Fachstelle, dem HBZ-Wiki und den Ansprechpartnern von HBZ und Fachstelle stehen verschiedene Hilfsmittel vor und während der Eintragungsphase zur Verfügung um etwaige Schwierigkeiten aus dem Weg zu räumen.

Weitere Informationen: Wimmer, Ulla: „Die Taube in der Hand: Kennzahlenvergleiche anhand der Deutschen Bibliotheksstatistik“; online verfügbar unter: https://opus4.kobv.de/opus4-bib-info/frontdoor/index/index/docId/2784

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About the Author

Veröffentlicht von

Ausbildung/Vorbildung: B.A. Bibliothekswesen (TH-Köln 2014) 2015 Bibliothekarin an der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf (Schwerpunkt Information und Schulungen) Aufgabenschwerpunkt in der Fachstelle: In der Beratung bin ich für den Regierungsbezirk Detmold Ansprechpartnerin. Seit Februar ist ein weiterer Schwerpunkt für mich die Beratung rund um Statistik und die DBS. Mit meiner Kollegin Frau Göring arbeite ich an dem Schwerpunkt der Fachstelle "Lebenslanges Lernen" worunter ein 2-jähriges Pilotprojekt ("Sprachschatz - Bibliothek und Kita Hand in Hand") fällt. Außerdem betreue ich den Flickr-Account der Fachstelle und arbeite an einer Bildersammlung „Bibliotheken in NRW“. Mit der Gruppe bieten wir Bibliotheken die Möglichkeit, sich auf einer weiteren Plattform zu präsentieren (ohne die Betreuung zu übernehmen) und schaffen einen Ideenpool für Bibliothekare. Neben der Mitarbeit im Social-Media Team für Facebook, Twitter und unseren Blog bin ich auch Ansprechpartner für Teilnehmer an unserem Netzworking-Kurs. Kontakt: Telefon: 0211 – 475 3508 E-Mail: christina.kaper@brd.nrw.de

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