Stiftung Lesen: Deutscher Lesepreis 2016 – Die Gewinner

Am 09. November wurde der Deutsche Lesepreis 2016 verliehen. Prämiert wurden Personen und Einrichtungen, die sich in Deutschland für die Leseförderung einsetzen. Die Jury hat in einer Auswahl von 286 Einsendungen die folgenden zehn Preisträger ausgewählt.

  1. Sonderpreis der Commerzbank-Stiftung „Ideen für morgen“
    • Zeitungsprojekt „Neu in Deutschland“ (Dorte Huneke-Nollmann, Bochum, Nordrhein-Westfalen): In der Bochumer Zeitung veröffentlichen geflüchtete Menschen eigene Texte auf Deutsch, um persönliche Erfahrungen zu vermitteln.
  2. Herausragendes individuelles Engagement in der Leseförderung
    • Platz 1 (dotiert mit 2.000 €):
      Konstanze Keller / LESEWEIS (Bammental, Baden-Württemberg): Lokales Ein-Personen-Projekt zur kreativen und vielseitigen Leseförderung mit persönlichem Ansatz, welches seit acht Jahren besteht.
    • Platz 2 (dotiert mit 1.500 €):
      Annelie Löber-Stascheit, Selbst.Los! Kulturstiftung / Kinder brauchen Bücher, arme noch viel mehr! (Frickingen, Baden-Württemberg): Verteilung neuer Kinder- und Jugendbücher an einkommensbenachteiligte Familien in Kooperation mit Verlagen, Buchhandlungen und den Tafeln.
    • Platz 3 (dotiert mit 1.000 €):
      Prof. Dr. Jürgen Belgrad / LESEFÖRDERUNG DURCH VORLESEN e.V. (Wolfegg, Baden-Württemberg): Durch Coaching und wissenschaftliche Begleitung werden Lehrkräfte beim regelmäßigen Vorlesen an Schulen und Kitas unterstützt – mit Verbreitung bis in die Schweiz und nach Österreich.
  3. Herausragendes kommunales Engagement in der Leseförderung
    • Platz 1 (dotiert mit 2.000 €):
      MENTOR – Die Leselernhelfer HAMBURG e.V. / Starke Kinder können lesen! (Hamburg, Hamburg): Projekt, in dem Mentoren die Lesekompetenz von Kindern und Jugendlichen durch individuelle Zuwendung stärken.
    • Platz 2 (dotiert mit 1.500 €):
      Mulingula e.V. / Mulingula (Münster, Nordrhein-Westfalen): Projekt zur Förderung der bilingualen Identität, Lesemotivation und bildungssprachlichen Kompetenzen für Kinder mit Migrationshintergrund – mit wöchentlichen Vorlesestunden in den Familiensprachen der Kinder.
    • Platz 3 (dotiert mit 1.000 €):
      Stadtbibliothek Mannheim / Netzwerk Leseförderung (Mannheim, Baden-Württemberg): Umfangreiches Netzwerk, das für Kinder und Jugendliche jedes Alters entsprechende Leseförderungsangebote bietet: von der Beteiligung am „Mannheimer Unterstützungssystem Schule“ über ein mobiles Bibliothekslabor bis hin zu diversen Veranstaltungsreihen.
  4. Herausragende Leseförderung an Schulen
    • Platz 1 (dotiert mit 2.000 €):
      Kinderakademie Eberswalde (Eberswalde, Brandenburg): Förderung des interessengeleiteten Lesens durch unterschiedliche Lese- und Vorleseangebote im Unterricht, methodische Texterschließung, Lesenächte, Theaterprojekte und vieles mehr.
    • Platz 2 (dotiert mit 1.500 €):
      Ostsee-Schule Wismar (Wismar, Mecklenburg-Vorpommern): Fächerübergreifende Förderung und Diagnose der Lesekompetenz und -defizite anhand von vielseitigen, fest im Lehrplan integrierten Maßnahmen sowie interner Fortbildungsprogramme.
    • Platz 3 (dotiert mit 1.000 €):
      Hans-Carossa-Grundschule Heining-Schalding (Passau, Bayern): Vielschichtiges Maßnahmenpaket zur nachhaltigen Stärkung der Lesekompetenz und -motivation: mit diversen Leseorten in der Schule, systematisch aufbauenden Leseprogrammen und kreativen Leseevents außerhalb des Unterrichts.

Weitere Informationen: Deutscher Lesepreis

Quelle: buchreport

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