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Kopfhörer und Headsets in Verbindung mit Spielekonsolen in öffentlichen Bibliotheken

Viele Öffentliche Bibliotheken ermöglichen ihren Nutzern durch den Einsatz von Spielekonsolen den Zugang zu digitalen Spielen. Um ein ganzheitliches Spieleerlebnis ermöglichen zu können, ist die Wiedergabe von Ton unerlässlich. Geräusche und Musik geben dem Spiel die notwendige Atmosphäre und vertiefen das spielerische Erlebnis. Aufgrund der meist sehr offenen Bauweise von Bibliotheken kann vielerorts leider nur mit sehr geringer Lautstärke, oder sogar ganz ohne Ton gespielt werden. Um auf das Ruhebedürfnis anderer Nutzer ( und auch Bibliotheksmitarbeiter 😉 ) Rücksicht zu nehmen und gleichzeitig das Spielerlebnis an den Konsolen nicht einzuschränken greifen viele Bibliotheken deshalb auf Kopfhörer oder Headsets zurück.

Aber bitte mit Kabel?

Für alle gängigen Konsolen gibt es Headsets als Zubehör. In den meisten Fällen können diese direkt an das jeweilige Gamepad angeschlossen werden, dabei gibt es zwei Verbindungsmöglichkeiten. Entweder kann der Kopfhörer via Kabel, oder über eine Funk- bzw. Bluetooth-Verbindung angeschlossen werden.

Der wesentliche Vorteil von Bluetooth-Verbindungen gegenüber der KabelvarianteVariante mit Kabel, liegt dabei in der deutlich gesteigerten Bewegungsfreiheit für die Spielenden. Gerade bei Kindern und Jugendlichen kann die Kombination aus Schnüren und Bewegungsdrang zu einigen Komplikationen führen. Nachteilig ist jedoch, dass Bluetooth-Headsets eine eigene Stromquelle, also einen eingebauten Akku benötigen der regelmäßig aufgeladen werden muss. Außerdem erhöht gerade dieser Akku das Gewicht des Kopfhörers und vor Allem auch seinen Preis. In Bezug auf Zuverlässigkeit und Handhabung ist eine Kabelverbindung gegenüber der Drahtlosoption ebenfalls vorteilig.

Sollten Sie sich dennoch für Bluetooth entscheiden gilt zu bedenken, dass die Sendeleistung, dem Akku des (meist ebenfalls kabellosen) Controllers einiges abverlangt. Sorgen Sie also für ausreichend Ausweichequipment, sollte Ihrem Gamepad einmal die Puste ausgehen.

Foto: Fachstelle für öffentliche Bibliotheken NRW, CC-BY-2.0 de | www.flickr.com/photos/fst_oeb_nrw

Foto: Fachstelle für öffentliche Bibliotheken NRW, CC-BY-2.0 de | www.flickr.com/photos/fst_oeb_nrw

Die richtige Bauweise

In Bezug auf die Bauweise, müssen vor der Anschaffung ebenfalls einige Entscheidungen getroffen werden. Zuerst einmal stellt sich die Frage ob ein einfacher Kopfhörer oder ein Headset mit Spracheingabemöglichkeit angeschafft werden soll. Während ein Mikrofon unabdingbar ist um bei Multiplayer-Spielen über das Internet mit den anderen Spielern zu kommunizieren, stellen sie natürlich ein weiteres bewegliches Teil dar, das ggf. beschädigt werden kann. Kopfhörer ohne Mikrofon bieten bei gleichen Preisen meist bessere Klangqualität. Ist die Frage nach dem Mikrofon geklärt, geht es mit dem eigentlichen Kopfhörer, also dem „Wiedergabeteil“ weiter.

Ein offener Kopfhörer bedeckt nur ein Ohr. Dies ermöglicht den Nutzern beim Spielen auch noch zu verstehen, was der Sitznachbar sagt. Nachteile dieser Bauart sind jedoch eine etwas geringere Stabilität am Kopf und das der Ton noch relativ laut in den Raum überträgt. Bei geschlossenen Kopfhörersystemen sind beide Ohren mit jeweils einer Ohrmuschel bedeckt. Für ein Stereo- bzw. Surroundsound-Erlebnis ist dies unbedingt notwendig, allerdings nehmen die Spieler Geräusche aus der Umgebung somit kaum noch wahr.

In Sachen Hygiene

In Bibliotheken muss davon ausgegangen werden, dass ein Kopfhörer von vielen verschiedenen Personen genutzt werden soll. Dabei ist natürlich auch Hygiene ein Thema.

Beim Kauf von Kopfhörern sind deshalb „Over-Ear“ also Kopfhörer die über dem Ohr getragen werden oder „On-Ear“, Kopfhörer die auf dem Ohr aufliegen, gegenüber „In-Ear“ Kopfhörern, die in die Ohren gesteckt werden zu bevorzugen. Außerdem, sollte entweder auf einen abwaschbaren (z.B. ledernen), oder direkt wechselbaren Bezug für die Ohrmuscheln geachtet werden. Gleiches gilt natürlich auch für den Mikrofonüberzug bei Headsets. So bleibt der Service allen weiteren Kunden auch nach einer hitzigen Spielepartie in guter Erinnerung.

 von Mark Robin Horn

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