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Geschenkte Wörter im Gepäck

Seit 2011 nimmt die Bibliothek am Projekt Lernort teil. ‚Social Media‘ war damals für alle Mitarbeiterinnen Neuland. 2012 wurde ein Blog gestartet, seit dieser Zeit sind wir im Web 2.0 unterwegs.

Als die Bezirksregierung nun die Möglichkeit anbot, an einer weiteren Qualifizierungsmaßnahme teilzunehmen, haben wir etwas Zeit gebraucht, um uns für die Fortbildung zu entscheiden. In einer personell sehr angespannten Situation standen alle Projekte auf dem Prüfstand. Auch die Öffnungszeiten mussten für eine Übergangszeit gekürzt werden. Trotzdem haben wir uns dann letztlich zur Teilnahme entschlossen: die Verknüpfung von virtueller und realer Welt betrachten wir mittlerweile als ein wichtiges Zukunftsprojekt, wissen aber, dass wir noch so Einiges dazulernen müssen. Deshalb wollten wir die Möglichkeit eines erneuten Coachingprozesses nutzen – solch ein Angebot erhält man schließlich nicht alle Tage!

3 von 5 Kolleginnen wurden also zur Fortbildung angemeldet, für die Aufrechterhaltung des Bibliotheksbetriebes musste ein ‚Notplan‘ erstellt werden.

Unbenannt

Eine genaue Vorstellung, was uns erwarten würde, hatten wir nicht. Wir erhofften uns neuen Auftrieb und Input für eine positive Weiterentwicklung unserer Web 2.0 – Aktivitäten. Der erste Seminartag z.B. verlangte von uns, sich nochmal grundlegende Gedanken zu machen über die Ziele unserer Aktivitäten, unser Bibliotheksprofil und die Zielgruppe. Schwierig fanden wir die gemeinsam zu lösende Aufgabe, uns einen stellvertretenden Nutzer unseres Blogs vorzustellen und näher zu beschreiben.
Diese systematische Herangehensweise hat uns gut gefallen, da man im Alltagsgeschäft diese Hintergründe schnell aus den Augen verlieren kann und wir hier die Möglichkeit hatten uns im ‚kleinen‘ Team nochmal Gedanken dazu zu machen.

Mit unzähligen Beispielen für das Digital Storytelling im Kopf und 3 bunten Zetteln mit geschenkten Wörtern im Gepäck endete für uns der 1. Tag.

Hilfreich am 2. Coachingtag war die Beurteilung unseres Blogs durch die Seminarleiterin und Kollegen und Kolleginnen der teilnehmenden Bibliotheken. Die immer wohlwollend vorgetragenen Kritikpunkte haben uns in den meisten Punkten nicht sehr überrascht, schließlich sind wir selbst auch nicht sonderlich zufrieden mit den derzeitigen Ergebnissen. Aber die Fremdwahrnehmung hat unsere Baustellen nochmal zusammengefasst und fokussiert. Wir berichten viel über Medien und Veranstaltungen und erzählen wenig Persönliches, lassen die Bibliothek nicht lebendig werden. Liegt es am (Mittel-) Alter des Bibliotheksteams, das die Bereitschaft, auch Einblicke in private Dinge zu gewähren nur in geringem Umfang vorhanden ist? Wir werden das nochmals diskutieren müssen, um einen für uns akzeptablen Kompromissweg zu finden.

Immerhin zeigte uns die Dozentin, dass in jedem von uns kreatives Potential steckt. Wir waren sehr erstaunt, dass wir in der Lage waren, innerhalb kürzester Zeit eine außergewöhnliche Geschichte zu verfassen! Storytelling ist das Schlüsselwort für eine gelungene Kommunikation mit dem Web 2.0 –Nutzer.

Jetzt gilt es, diese neuen Erkenntnisse in das Team zu tragen und in die Praxis umzusetzen, die dazu benötigte Zeit wird wie in der Vergangenheit das Hauptproblem darstellen.

Wir sind gespannt, ob und wie wir es schaffen werden, unsere ’Familienbibliothek mit Wohlfühlcharakter‘ im Web lebendig werden zu lassen. Gut dass uns die Dozentin bei dieser Hausaufgabe noch zur Seite stehen wird.

Stadtbibliothek Rheinberg

Link zum Rheinberger Web 2.0-Auftritt:
Blog: http://stadtbibliothekrheinberg.wordpress.com/

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