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Bibliothekare, Technik und Vorurteile…Best Practice Mobi Dig

„Ich selbst bin übrigens Bibliothekar, ich habe keine Ausbildung in irgendeiner Fachrichtung der Informatik. Ich bin quasi der lebende Beweis, dass man sich in dieses Thema einarbeiten kann, wenn man etwas Geduld und Neugier mitbringt“. So oder so ähnlich stellten sich die zwei jungen Männer 59mal im letzten Jahr vor. Sie haben 4823 Kilometer absolviert um immer wieder den lebenden Beweis zu erbringen:

Das Vorurteil „Bibliothekaren liegt dieser ganze Technikkram nicht.“ stimmt nicht. Wer einen der 59 Mobi Dig Workshops in diesem Jahr erlebt hat, konnte sehen: Bibliothekare und mobile Endgeräte, das ist nicht nur eine moderne Entwicklung die Ebooks so mit sich bringen. Nein, das passt auch zusammen. Bibliothekare, wie Robin Horn und Dirk Ehlen, können mobile Endgeräte bedienen, eine allgemeine Einführung in die Bedienung dieser Geräte geben und ohne kommerzielles Interesse für den Gebrauch von E-Books beraten. Man muss sich nur trauen, die Geräte in die Hand nehmen und es einfach machen.

Was ist Mobi Dig?
MobiDig NRWFinanziert vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport wurden von den Dezernaten Öffentliche Bibliotheken bei den Bezirksregierungen in NRW 6 Koffer voller mobiler Endgeräte angeschafft. Die Koffer kommen mit einem Einführungsworkshop zu der jeweiligen Bibliothek und verbleiben dann mit Selbstlernkurs 2-4 Wochen dort. Wie der Name sagt: Mobil und Digital.

Wie sahen die Workshops aus?

Mobi Dig in Hilden, Fachstelle für öffentliche Bibliotheken Düsseldorf

Mobi Dig in Hilden, Fachstelle für öffentliche Bibliotheken Düsseldorf

Dirk Ehlen oder Robin Horn fuhren, mit jeweils einem Koffer zu den Bibliotheken. Die Koffer waren nicht nur mit Geräten bestückt, sondern jeder hat eine eigene Persönlichkeit mit eigenen Accounts bei Facebook, Twitter, Evernote und ähnlichem. Pip, Ahab und ihre vier anderen Mitstreiter, wie die Koffer sich nennen, bieten den Bibliotheksmitarbeitern die Möglichkeit, alle Geräte einmal in die Hand zu nehmen und diverse Tools auszuprobieren. Ohne sie selber kaufen und eigene Daten offenbaren zu müssen. Einfach machen. Dafür hatten die Bibliotheken nicht nur den einen Vormittag  Zeit, sondern auch die 2-4 Wochen danach, so intensiv sie möchten.

Stimmt die Überzeugung, dass Bibliotheken und mobile Endgeräte zusammen passen?

Lassen wir die Bibliothekare das letzte Wort haben:

Stadtbibliothek Elsdorf   „Aber wie alles hat so ein Workshop einen Haken? Welchen? Hausaufgaben, ganz viele Hausaufgaben. Aber wir machen das gerne…“
Oder auch die Stadtbibliothek Erkrath „…Für gute drei Wochen durften wir uns einen Koffer voller modernem Schnick-Schnack ausleihen. Tablet-PCs, E-Book-Reader, Notebooks… Jedem Technik-Fan wäre da wohl das Herz vor Freude aus der Brust gehüpft. Und auch wir – die wir teilweise anfangs noch ein bisschen skeptisch und voller Berührungsängste waren – sind dabei voll auf unsere Kosten gekommen!…“
Weitere Kommentare gerne hier!

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  1. Pingback: Auf dem Weg in die digitale Zukunft | Fachstelle Öffentliche Bibliotheken NRW

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