Storytelling für Multimedia-Präsentationen

Jens Radü, Multimedia-Journalist hat für die Zeitschrift „journalist“ Heft 12/2013 einen Artikel mit seinen 5 goldenen Regeln für das multimediale Storytelling verfasst.
Die 5 Regeln in Kurzform:

  1. Die Geschichte: „…Die Geschichte ist die Geschichte ist die Geschichte…“ Stellen Sie sich die Fragen: Worum geht es in der Geschichte? Ist das die richtige Geschichte für eine multimediale Darstellung?
  2. Die Dan-Brown-Regel: „Sätze wie “Zu diesem Zeitpunkt wusste Professor Langdon noch nicht, dass er in fünf Stunden sterben sollte” sind wenig subtil. Aber sie funktionieren…“ Die Klickraten steigen laut Herrn Radü bei Nummerierungen der Teile, bzw. beim Ausblick auf kommende Elemente.
  3. Die Orchester-Regel: „…Es ist wie im Orchester: Jedes Instrument hat seinen eigenen Klang, seine spezifischen Stärken und Schwächen. Genau wie die unterschiedlichen Elemente des multimedialen Erzählens…“ Elemente wie Video, Audio, Foto und Texte haben ihre spezifischen Stärken und Schwächen. Es gilt sie dossiert und bewusst einzusetzen.
  4. Das Team: „…eine One-Man-Show. Und eine Ausnahme…“. Jeder bringt seine Sichtweise und Fähigkeiten mit und bereichert die Darstellung.
  5. Verzichtet!: „Konzentriert euch auf den Weg, erzählt die Geschichte vom Anfang bis zum Ende, lasst Nebenstränge und Spielereien weg…“ Entscheidend ist die Reduktion auf das Wesentliche.

Artikel: http://www.journalist.de/ratgeber/handwerk-beruf/redaktionswerkstatt/multimediareportagen-verzichtet.html

Usability für die Homepage

Julia Richter und Tabea van Lengen haben eine Usability-Studie zur Website der Landesbibliothek Oldenburg als Bachelorarbeit durchgeführt. Nach der Analyse des IST-Zustandes der Website erfolgt eine Evaluation anhand von vier Methoden (Personas, Heuristiken, Thinking-Aloud-Tests, Logfile-Analyse). Abschließend werden Empfehlungen zur Verbesserung der Usability gegeben. Diese Empfehlungen lassen sich auch auf andere Homepage übertragen.
Studie: http://serwiss.bib.hs-hannover.de/files/418/Bachelorarbeit+Richter+und+vanLengen.pdf
Quelle: http://infobib.de/blog/2014/04/07/richtervan-lengen-usability-studie-zur-webseite-der-landessbibliothek-oldenburg/

Deutsche Digitale Bibliothek nimmt regulären Betrieb auf

Kulturstaatsministerin Monika Grütters gab am 31. März 2014 in Berlin den Startschuss für den regulären Betrieb der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB). “Via Internet können nun auch diejenigen angesprochen werden, die Museen, Bibliotheken, Konzertsäle und andere Kultureinrichtungen eher selten oder gar nicht besuchen”, freute sich Grütters. “Hier denke ich besonders an die Kinder und Jugendlichen, die schon im Netz zuhause sind”, erklärte die Kulturstaatministerin.

Weitere Informationen:
http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2014/03/2014-03-31-deutsche-digitale-bibliothek.html?nn=391670

Kostenlose E-Books

Christian Lanzerath stellt auf ITespresso.de einige Quellen für kostenlose E-Books vor. Es sind Klassiker wie Projekt Gutenberg verlinkt, als auch einige Webseiten die E-Books sammeln und präsentieren. Herausgehoben sind Download-Quellen für IT-Literatur.
Quelle: http://www.itespresso.de/2014/03/28/tausende-von-buechern-gratis-und-legal-wegweiser-zu-kostenlose-e-book/

Sollten wir Kunden ohne Bibliotheksausweis im Blick haben?

David Lee King und Bobbi Newman führen eine sehr interessante Diskussion über den Fokus von Bibliotheken.

Bobbi Newman veröffentlichte den Artikel „Why Libraries Should Look Beyond Library Card Ownership As A Measure of Support”. Ihre Kernaussage war, dass es Menschen gibt, die keine Bibliothek nutzen und sie trotzdem für gesellschaftlich relevant und unterstützungswürdig halten. Bobbi Newman beruft sich auf eine Studie die nahelegt, dass nur 10% der US-Bevölkerung als Bibliotheksliebhaber zu bezeichnen sind, die dann auch alle einen Ausweis haben. Aber deutlich mehr sehen die Relevanz und sind bereit die Bibliotheken zu unterstützen. Sie ruft auf, zu akzeptieren, dass nicht jeder ein Nutzerausweis hat und braucht, aber dann trotzdem diese Gruppe nicht aus den Augen zu verlieren und als Unterstützer zu aktivieren. Sie zitiert einen Vergleich: Jemand besucht einen Nationalpark, einmal, zweimal, öfter oder auch keinmal. Unabhängig vom Besuch/Nutzen sieht er aber den Sinn und den Nutzen des Nationalparks. Unabhängig ob er ihn selbst nutzt, wäre er bereit ihn zu unterstützen.

David Lee King antwortete erst als Post, und dann in seinem Artikel: „Should you Focus on People without Library Cards?“. Seine Einwände:

  1. Menschen, die die Bibliothek nicht nutzen/keinen Ausweis haben finden in der Bibliothek kein für sie relevantes Angebot. Sei es nicht sinnvoller, auf diese Menschen zuzugehen und zu versuchen für sie Relevantes anzubieten – dass sie Nutzer/Bibliotheksausweisbesitzer werden. Mit einem Angebot streng am potenziellen Kunden ausgerichtet und besserem Marketing könne man den Kreis der Bibliotheksnutzer erweitern – damit sieht er dann die Relevanz für sich und wird zum Unterstützer.
  2. Andererseits stimmt er Bobbi Newman in einem Fall zu: Benutzer-nahe Gruppen, sollte man in den Fokus nehmen: Eine der Zielgruppen seiner Bibliothek sind Kinder zwischen 5-10 Jahren. Wen sollte man nicht aus den Augen verlieren? Die Eltern.
  3. Eine Mischform der Fokussierung ist das 1% Marketing. Eine Fokussierung auf die 1% aktivsten Kunden, die dann wiederum als Multiplikatoren tätig werden (über Mund-zu-Mund-Propaganda, Viral-Marketing -egal wie man es nennt…) hat zwar im ersten Schritt die bereits aktiven Nutzer im Blick. Als langfristige Perspektive steht aber die Gewinnung neuer Kunden.

Bobbi Newman war es wichtig zu betonen, dass die Bibliotheksausweise kein sinnvolles Indiz für Unterstützungsbereitschaft sind. Jemand kann einen Ausweis haben und kaum Unterstützungsbereitschaft haben. Genauso können Nicht-Nutzer gute Unterstützer sein.

Wie sehen Sie das? Ist der Bibliotheksausweis ein gutes Kriterium um den potenziellen Unterstützer zu suchen? Was ist mit den Kunden, welche die Bibliothek nur zum Zeitungslesen oder als Veranstaltungsraum nutzen? Oder die Kunden, die kommen um das freie WLAN zu nutzen? Sind das Kunden bzw. Nutzer?

Pädagogische Landkarte Westfalen online

Ein neues Internetportal steht ab sofort zur Recherche von außerschulischen Lernorten zur Verfügung. Die Pädagogische Landkarte Westfalen/Lippe verzeichnet mehr als 700 Lernangebote an gut 400 Lernorten (Archive, Bibliotheken, Museen, Musikschulen, Sportvereinen etc.) Eine Landkarte für das Rheinland soll folgen.
Link: http://www.paedagogische-landkarte.lwl.org
Quelle: Bildungspartner-Info, 51 ; von 20.3.2014

Europäisches Netzwerk für Leseförderung ELINET gegründet

80 Organisationen aus 28 Ländern haben ein europäisches, strategisches Netzwerk für Leseförderung namens ELINET (European Literacy Policy Network) gegründet. Das Netzwerk möchte gerne die Lesefähigkeit von Jugendlichen und Erwachsenen stärken, da jede/r fünfte fünfzehnjährige Europäer/in und nahezu 75 Millionen Erwachsene durch ihre große Leseschwäche einem hohen Risiko von Arbeitslosigkeit und Armut ausgesetzt sind.
Weitere Informationen: https://www.stiftunglesen.de/pressebereich/pressemitteilungen/578/

IFLA: Checkliste für den umweltfreundlichen Bau und Betrieb von Bibliotheken

Die IFLA hat die „Green Library Checklist“ jetzt in allen offiziellen IFLA-Arbeitssprachen zum Download bereit gestellt. Die Checkliste entstammt dem von Dr. Petra Hauke, Karen Latimer und Dr. Klaus-Ulrich Werner für die IFLA herausgegebenen Band „The Green Library = Die grüne Bibliothek. The challenge of environmental sustainability” (München/Boston: De Gruyter Saur, 2013).

Zur Liste in Deutsch:
https://www.ibi.hu-berlin.de/studium/studprojekte/buchidee/bi12/greenlibs_checklist_turkish.pdf