Seit dem Jahr 2005 stellt die Deutsche Nationalbibliothek ihren Kunden über die reine bibliografische Beschreibung hinausgehende Zusatzinformationen zu einzelnen Publikationen zur Verfügung. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um inhaltsbeschreibende Informationen, die die Deutsche Nationalbibliothek von Verlagen über die MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH erhält, auf ihren Servern speichert und als Hyperlink via Katalog oder Datendienst an ihre Kunden weitergibt. Bis heute konnten in dieser Form ca. 160.000 Titelsätze angereichert werden.
Seit dem 26. Februar diesen Jahres betreibt die Deutsche Nationalbibliothek zusätzlich einen eigenen Anreicherungsservice. Hierbei werden die Inhaltsverzeichnisse der monografischen Neuerscheinungen aus dem Verlagsbuchhandel (Reihe A) mit Ausnahme von belletristischen Werken, Kinder- und Jugendliteratur, Schulbüchern und Publikationen des Auslandes gescannt, mit Texterkennungssoftware nachbearbeitet und die Links auf diese Objekte über den Katalog und die Datendienste bereitgestellt. Aus verarbeitungstechnischen Gründen können die Hyperlinks auf diese Inhaltsverzeichnisse allerdings erst Ende April/Anfang Mai aktiviert werden.
Insgesamt werden über diese neue Dienstleistung der Deutschen Nationalbibliothek ca. 75.000 Monografien im Jahr vertieft erschlossen.
http://www.d-nb.de/standardisierung/afs/newsletter2008_07.htm#anreicherung
30. April 2008
Neuer Kataloganreicherungsdienst der Deutschen Nationalbibliothek
2009 Europäisches Jahr der Kreativität und Innovation
Kreativität und Innovationsfähigkeit sollen Schlüsselkompetenzen für alle Bürger Europas werden. Deshalb nahm die Europäische Kommission den Vorschlag an, 2009 zum Europäischen Jahr der Kreativität und Innovation auszurufen. Der Rat der EU und das Europäische Parlament müssen jetzt über den Vorschlag noch entscheiden. Die Aktivitäten des Europäischen Jahres sollten sich darauf konzentrieren, ein innovations- und kreativitätsfreundliches Umfeld zu schaffen und einen starken Impuls für ein langfristiges politisches Engagement zu geben. Wenn dabei der Schwerpunkt auf die Kreativität gelegt wird, sollte dies die Problemlösungsfähigkeit und die praktische Anwendung von Wissen und Ideen fördern. Alle Formen der Innovation – einschließlich der sozialen und der unternehmerischen – sollen berücksichtigt werden.
http://ec.europa.eu/deutschland/press/pr_releases/index_7692_de.htm
Kamp-Lintfort sucht Safer
Die Stadtbücherei Kamp-Lintfort ist auf der Suche nach ca. 300 gebrauchten DVD-Safern (E-Combi) mit seitlichem Verschlussmechanismus (Kein Fortknox). Bibliotheken, die diese Safer abzugeben haben, werden gebeten, sich bitte mit Frau Gebauer, Tel. Tel.: 02842/912375, E-Mail katharina.gebauer@kamp-lintfort.de in Verbindung zu setzen.
Vereinbarkeit von DRM und Informationsfreiheit (DiViBib)
Auf der Seite des Goethe-Instituts äußern sich vier Personen aus dem Bibliotheksbereich zur Frage „Passen Digital-Rights- Management-Systeme und Informationsfreiheit zusammen?“
Alle Beiträge gehen dabei auf das „Onleihe“-Angebot der Firma DiViBib ein. Kernpunkt ist die Frage, ob der Einsatz von DRM-Systemen vertretbar ist, oder die Möglichkeiten der Benutzer zu stark einschränkt.
Herr Daniel und Frau Dr. Vogt geben die Position der öffentlichen Bibliotheken wieder, Herr Hasiewicz vertritt die Position der Firma DiViBib und Prof. Büttner den Standpunkt der Wissenschaftler.
http://www.goethe.de/wis/bib/thm/akt/de3256193.htm
Quelle: Infobib – http://infobib.de/blog/2008/04/22/passen-drm-systeme-und-informationsfreiheit-zusammen/
Abgeordnete fordern bessere Ausstattung mit Bibliotheken
Zum Welttag des Buches forderten die SPD-Abgeordneten Monika Griefahn und Siegmund Ehrmann in einer Presseerklärung eine verbesserte bibliothekarische Infrastruktur und angemessene Ausstattung.
„Jeder Mensch muss freien Zugang zu Büchern haben. In Deutschland brauchen wir deshalb mehr öffentliche und besser ausgestattete Bibliotheken“. Die Abgeordneten betonen, dass Bibliotheken eine Pflichtaufgabe sind und durch Bibliotheksgesetze verankert werden sollten.
http://www.monika-griefahn.de/inhalt/presse/pm2008/pm2008_31.htm
http://www.siegmund-ehrmann.de/.net/GKTPGZTPGYCPGKQGKDCGPQDZT/meldungen/53/54433.html
Quelle: BIB-Presseschau – http://www.bib-info.de/
29. April 2008
Sammelband über E-Books in Wissenschaftlichen Bibliotheken
In gemeinsamer Federführung der Expertengruppe Erwerbung und Bestandsentwicklung, der Hochschule der Medien Stuttgart und der Universitätsbibliothek Stuttgart ist ein Sammelband erschienen, der erstmals in kompakter Form Beschaffungs- und Nutzungsaspekte des Themas E-Books in Wissenschaftlichen Bibliotheken behandelt. Der Band „Vier Jahre E-Books… und kein bisschen weise?“ fasst die Beiträge einer bundesweiten Veranstaltungsreihe der Expertengruppe Erwerbung und Bestandsentwicklung im Deutschen Bibliotheksverband e.V. zusammen, die am 23. April 2007 zum Welttag des Buches an der Hochschule der Medien begann und in Köln und Berlin fortgesetzt wurde.
Die Einzelbeiträge des Bandes stehen unter http://elib.uni-stuttgart.de/opus/portal/3070/ zur Verfügung.
Das Buch ist im Hochschulverlag Stuttgart erschienen und kann zum Selbstkostenpreis von 9 Euro per E-Mail bestellt werden: huse@hdm-stuttgart.de
Weitere Informationen: http://www.hdm-stuttgart.de/hochschulverlag/home/programm/fachliteratur_studien/4jahre_ebooks
http://www.bibliotheksverband.de/ex-erwerb/dokumente/Tagungsband_Pressemeldung_DBV.pdf (1 S., 12 KB)
Oberhausen: Spar- und Streichvorschläge
Im Anschluss an die von lobenden Worten für die Bibliothek begleiteten Kulturausschusssitzung wurden von der Kämmerei am 23.4. die aktuellen Etatzahlen bekanntgegeben. „Der Tag des Buches war für uns der Tag des Kulturschocks“, kommentierte Bibliotheksleiter Dr. Schneider die geplanten Einsparungen. Der Jahresetat von 2,7 Millionen Euro soll um 911.000 Euro reduziert werden. Weiter sehen die Sparvorschläge eine Reduzierung der Zweigstellen auf drei und die Einstellung des Bücherbusses vor. Für die Schulbibliotheken bedeuten die Planungen laut Zeitungsangaben die „faktische Auflösung“.
Der Beigeordnete Herr Tsalastras betonte, dass es sich nur um Vorschläge handelt und die Entscheidung auf der politischen Ebene getroffen werden muss.
Die NRZ berichtete: http://www.derwesten.de/nachrichten/news-41094308/detail.html
Oberhausen: Hohe Ausleihzahlen, geringer Etat
Im Kulturausschuss stellte Bibliotheksleiter Dr. Schneider den Jahresbericht der Stadtbibliothek vor. Höhepunkte waren die Veranstaltungen zum 100-jährigen Jubiläum und die Ausleihzahlen von etwas unter einer Million. Falls der Etat auf dem aktuellen Niveau bleibt, befürchtet Dr. Schneider aber auf die Dauer einen Bestandsverlust. Sowohl Medienbestand als auch Entleihungen waren in den letzten Jahren leicht rückläufig.
Der Bibliotheksleiter schlug eine Verlängerung des in diesem Jahr auslaufenden zehnjährigen Entwicklungsplanes für Schulbibliotheken um fünf Jahre vor, da die Mittel unter den ursprünglich vorgesehenen Ansätzen geblieben sind. Außerdem kündigte er eine Neuauflage der Medien-Methoden-Kompetenzwoche zur Förderung der Recherchefähigkeiten von Schülern an. Die Veranstaltung soll auf weitere Schulen ausgedehnt und zur dauerhaften Einrichtung werden.
Lob für die Bibliothek kam von den Ausschussmitgliedern unter anderem für die „vorbildliche Aufarbeitung und Darstellung“ sowie „den positiven Trend bei den Jugendlichen“.
Die WAZ berichtete: http://www.derwesten.de/nachrichten/news-40200178/detail.html
Remscheid: Förderverein für Lüttringhausen
Der Förderverein zur Erhaltung der Stadtteilbücherei Lüttringhausen hat nach der Gründungsversammlung seine Arbeit aufgenommen. Der Verein hat 18 Mitglieder, Vorsitzender wurde Frau Dr. Brendler, die vor einigen Monaten den Anstoß für die Rettung der Lüttringhauser Bücherei gab. Hauptziel des Vereins ist die Rücknahme des Ratsbeschlusses zur Schließung der Einrichtung im Rahmen des städtischen Sparprogramms.
Zu den Vorschlägen für die Zukunft der Stadtteilbücherei gehören die Einrichtung eines Lesecafés, eine Kriminacht, Lesewettbewerbe und eine Erweiterung um türkische und chinesische Literatur. Außerdem sucht man Sponsoren und ehrenamtliche Mitarbeiter. Allerdings sind sich die Vereinsmitglieder einig, dass die Bücherei nicht allein ehrenamtlich weitergeführt werden kann, sondern eine professionelle Leitung braucht. Daher wollen Sie mit Verwaltung und Politik zusammenarbeiten.
RP Online berichtete: http://www.rp-online.de/public/article/560339
Themenbörse Ausbildungs- und Studienprojekte auf dem Bibliotheksportal
Auf dem Bibliotheksportal des dbv ist eine Themenbörse für Ausbildungs- und Studienprojekte eingerichtet worden. Vorschläge und Ideen für Studienprojekte, Abschlussarbeiten und Seminararbeiten können hier zur Diskussion gestellt, gesucht und übernommen werden. Die Themenbörse ist als Wiki eingerichtet und richtet sich gleichermaßen sowohl an Beschäftigte in Bibliotheken als auch an Studierende und Hochschullehrer.
Weitere Informationen: http://www.bibliotheksportal.de/index.php?id=634